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concept#Zuverlässigkeit#Beobachtbarkeit#Architektur#DevOps

Systemzuverlässigkeit

Konzept für die Fähigkeit von Systemen, Dienste zuverlässig und verfügbar zu liefern, Fehler zu tolerieren und erwartete Service-Level über die Zeit einzuhalten.

System Reliability beschreibt die Fähigkeit eines Systems, über Zeit zuverlässig Dienste zu erbringen, Fehler zu tolerieren und erwartete Verfügbarkeit zu sichern.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Technisch
  • Architektur
  • Reif

Technischer Kontext

Apm- und Monitoring-Tools (z. B. Prometheus, Grafana)Incident-Management-Systeme (z. B. PagerDuty)CI/CD-Pipelines für automatisierte Tests und Deploys

Prinzipien & Ziele

Design for failure: Systeme müssen mit Ausfällen rechnen können.Messbare Ziele: SLOs und SLIs als Entscheidungsgrundlage nutzen.Observability vor Debugging: Telemetrie ist primärer Indikator für Gesundheit.
Betrieb
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Falsche SLOs führen zu unnötigen Kosten oder schlechter UX.
  • Zu viel Komplexität kann neue Fehlerquellen schaffen.
  • Unzureichende Tests verursachen falsche Sicherheitsannahmen.
  • SLO-getriebene Entscheidungen statt reiner Uptime-Ziele
  • Automatisierte Recovery-Pfade implementieren
  • Transparente Postmortems mit konkreten Maßnahmen

I/O & Ressourcen

  • Architekturdiagramme und Abhängigkeiten
  • Historic Incident- und Performance-Daten
  • Geschäftsanforderungen und Verfügbarkeitsziele
  • SLO/SLI-Definitionen und Monitoring-Dashboards
  • Recovery- und Failover-Pläne
  • Maßnahmenlisten aus Postmortems

Beschreibung

System Reliability beschreibt die Fähigkeit eines Systems, über Zeit zuverlässig Dienste zu erbringen, Fehler zu tolerieren und erwartete Verfügbarkeit zu sichern. Es umfasst Designprinzipien, Redundanz, Beobachtbarkeit und Prozesse zur Fehlerbehandlung sowie Bewertung von Trade-offs zwischen Kosten, Performance und Komplexität. Ziel ist messbare Zuverlässigkeit über Lebenszyklen.

  • Höhere Verfügbarkeit und geringere Ausfallzeiten.
  • Besseres Kundenvertrauen durch messbare Service-Level.
  • Schnellere Fehlererkennung und -behebung durch Observability.

  • Erhöhte Kosten durch Redundanz und Monitoring.
  • Komplexitätszuwachs in Architektur und Betriebsprozessen.
  • Nicht alle Ausfälle sind technisch kontrollierbar (z. B. Drittanbieter).

  • Verfügbarkeit (Uptime)

    Prozentsatz der Zeit, in der ein Service verfügbar ist.

  • Mean Time to Recovery (MTTR)

    Durchschnittliche Zeit, um einen Ausfall zu beheben und den Betrieb wiederherzustellen.

  • Fehlerquote (Error Rate)

    Anteil fehlerhafter Anfragen im Verhältnis zur Gesamtzahl der Anfragen.

Banking-Plattform mit 99,99% Verfügbarkeit

Bank implementierte Redundanz, strikte SLOs und automatisierte Failover-Mechanismen, um Finanztransaktionen zuverlässig zu verarbeiten.

E-Commerce während Spitzenlasten

Skalierbare Architekturen und circuit breakers verhinderten Kaskadenausfälle während hoher Lastspitzen.

SaaS-Anbieter mit chaos engineering

Regelmäßige Chaos-Tests verbesserten die Resilienz und deckten unbekannte Abhängigkeiten auf.

1

Ist-Analyse der aktuellen Verfügbarkeit und Abhängigkeiten

2

SLOs und SLIs definieren sowie Metriken instrumentieren

3

Redundanz-, Failover- und Teststrategien planen und umsetzen

4

Regelmäßige Chaos- und Recovery-Tests einführen

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Alt-Systeme ohne Observability-Integration
  • Manuelle Failover-Prozesse
  • Unklare Ownership von kritischen Pfaden
Single Point of FailureNetzwerk-LatenzStateful-Services-Replikation
  • SLOs so strikt setzen, dass Releases blockiert werden
  • Skalierung allein als Lösung für Latenzprobleme
  • Monitoring-Daten zu aggregiert und nicht handlungsfähig
  • Fokus auf einzelne Metriken statt auf Nutzererfahrung
  • Zu viele Alerts ohne Priorisierung
  • Fehlende Automatisierung für häufige Recovery-Schritte
Systemarchitektur und Verteilte SystemeObservability- und Monitoring-ExpertiseIncident-Management und Root-Cause-Analyse
Verfügbarkeit und Uptime-AnforderungenFailover- und Recovery-Zeiten (RTO/RPO)Beobachtbarkeit und Telemetriebedarf
  • Budgetlimits für Redundanz und Tests
  • Abhängigkeiten von Drittanbietern
  • Regulatorische Anforderungen an Datenhaltung