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concept#Architektur#Integration#Sicherheit

Proxy

Proxies sind Vermittler, die Anfragen zwischen Clients und Zielsystemen weiterleiten, filtern oder transformieren. Sie werden zur Lastverteilung, Absicherung und Integration von Diensten eingesetzt.

Proxies sind Vermittler zwischen Clients und Zielservers, die Anfragen weiterleiten, filtern oder transformieren.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Load-Balancer (z. B. HAProxy, NGINX)Service-Mesh (z. B. Envoy, Istio)CDN und Edge-Provider

Prinzipien & Ziele

Single Responsibility: Ein Proxy sollte klar definierte Aufgaben (Routing, Caching, Auth) haben.Transparenz: Logging, Tracing und Metriken müssen zentral verfügbar sein.Fail-Safe: Proxies müssen Ausfallmodi und Timeouts klar definieren, um Kaskadeneffekte zu vermeiden.
Umsetzung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Unsichere Default-Konfigurationen führen zu offenen Weiterleitungen oder Informationsleck.
  • Fehlerhaftes TLS-Handling untergräbt Vertrauens- und Sicherheitsannahmen.
  • Überlastung des Proxys kann Kaskadeneffekte im System auslösen.
  • Konfiguration als Code verwalten und versionieren.
  • Health-Checks und Circuit-Breaker einsetzen.
  • Metriken, Logs und Traces zentral erfassen.

I/O & Ressourcen

  • Anfrage- und Routing-Policy
  • TLS-/Zertifikatsmaterial
  • Back-End-Service-Endpunkte und Health-Checks
  • gekapselter, standardisierter Endpunkt
  • Zentrale Logs, Metriken und Traces
  • Durchgesetzte Sicherheits- und Zugriffskontrollen

Beschreibung

Proxies sind Vermittler zwischen Clients und Zielservers, die Anfragen weiterleiten, filtern oder transformieren. Sie ermöglichen Lastverteilung, Caching, Zugriffskontrolle und Observability in verteilten Architekturen. Verschiedene Proxy-Typen (forward, reverse, transparent) adressieren unterschiedliche Sicherheits- und Integrationsanforderungen. Sie sind zentrale Bausteine bei API-Gateways, Service-Meshes und Edge-Infrastruktur.

  • Zentrales Routing und Aggregation von Schnittstellen.
  • Verbesserte Sicherheit durch Zugriffskontrolle und TLS-Termination.
  • Leistungssteigerung durch Caching und Lastverteilung.

  • Zusätzliche Netzwerk-Latenz durch weitere Hop(s).
  • Betriebsaufwand für Verfügbarkeit, Skalierung und Konfiguration.
  • Fehlkonfiguration kann zu Single-Point-of-Failure werden.

  • Latenz (P95)

    95. Perzentil der Antwortzeiten durch den Proxy gemessen.

  • Fehlerquote

    Anteil fehlgeschlagener Weiterleitungen oder 5xx-Antworten.

  • Durchsatz (Requests/s)

    Anzahl der vom Proxy verarbeiteten Anfragen pro Sekunde.

Nginx als Reverse-Proxy für Webapps

Nginx fungiert als TLS-Termination und leitet Anfragen an mehrere Backend-Services weiter.

Squid als Forward-Proxy in Unternehmensnetzwerken

Squid filtert und cached HTTP-Verkehr für interne Clients und ermöglicht Zugriffskontrolle.

Envoy als Sidecar im Service-Mesh

Envoy bietet L7-Routing, Tracing und mTLS-Funktionen in Kubernetes-Umgebungen.

1

Anforderungen und Proxy-Rollen definieren (forward, reverse, sidecar).

2

Geeigneten Proxy auswählen und Prototyp im Testumfeld deployen.

3

Routing-, Security- und Observability-Regeln implementieren und testen.

4

Skalierungs- und Failover-Szenarien planen und automatisieren.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Temporäre Workarounds in Routing-Regeln, die nicht dokumentiert sind.
  • Veraltete TLS-Konfigurationen oder schwache Cipher-Suites.
  • Manuelle Zertifikatsverwaltung statt automatisierter Rotation.
Netzwerk-LatenzCPU- und SpeicherbedarfKonfigurationskomplexität
  • Ein Proxy als WAF-Ersatz ohne spezialisierte Sicherheitsregeln nutzen.
  • Statisches Routing ohne Health-Checks zu kritischen Diensten einführen.
  • TLS-Termination am falschen Ort durchführen und End-to-End-Verschlüsselung unterbrechen.
  • Unzureichendes Monitoring führt zu langen Debugging-Zyklen.
  • Falsche Header-Weitergabe führt zu Sicherheitslücken.
  • Skalierungsfehler durch stateful caching in einzelnen Instanzen.
Netzwerkprotokolle (HTTP, TCP) verstehenTLS/ZertifikatsmanagementKonfigurations- und Release-Management
Skalierbarkeit des TrafficsSicherheits- und Compliance-AnforderungenBeobachtbarkeit und Debugging von Anfragen
  • Vorhandene Netzwerktopologie und Firewall-Regeln
  • Kompatibilität mit Protokollversionen (HTTP/1.1, HTTP/2, gRPC)
  • Organisatorische Richtlinien für TLS-Handling und Zertifikatsverwaltung