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concept#Integration#Architektur#Plattform#Software-Engineering

Model Exchange Format

Ein standardisiertes Format zur Übertragung von Modellen zwischen Werkzeugen und Laufzeitumgebungen zur Sicherstellung von Interoperabilität und Reproduzierbarkeit.

Ein Model Exchange Format ist ein standardisiertes Datenmodell zur Übertragung mathematischer oder trainierter Modelle zwischen Werkzeugen und Laufzeitumgebungen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Simulationswerkzeuge (z. B. Modelica-Tools)Inferenz-Engines und Runtime-PlattformenCI/CD-Systeme (z. B. Jenkins, GitHub Actions)

Prinzipien & Ziele

Klare Trennung von Modell, Metadaten und LaufzeitartefaktenInteroperabilität durch offene SpezifikationenReproduzierbarkeit durch versionierte Metadaten
Umsetzung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Inkompatible Erweiterungen zwischen Werkzeugen führen zu Integrationsproblemen
  • Falsche Annahmen über Metadaten können Reproduzierbarkeit gefährden
  • Fehlende Tests für Grenzfälle verursachen stille Fehler im Einsatz
  • Nutze offene Standards mit breiter Tool-Unterstützung
  • Automatisiere Validierung und Regressionstests in CI
  • Pflege vollständige Metadaten und Provenienzinformationen

I/O & Ressourcen

  • Modellartefakte (Struktur, Parameter, Gewichtungen)
  • Metadaten (Version, Provenienz, Lizenz)
  • Konverter- und Integrationsskripte
  • Portables Austauschformat (z. B. FMU, ONNX)
  • Validierungs- und Testprotokolle
  • Automatisierte Deploy-Artefakte

Beschreibung

Ein Model Exchange Format ist ein standardisiertes Datenmodell zur Übertragung mathematischer oder trainierter Modelle zwischen Werkzeugen und Laufzeitumgebungen. Es definiert Austauschformate, Metadaten und Schnittstellen für Reproduktion, Interoperabilität und Validierung. Es unterstützt Tool-Auswahl, Automatisierung und konsistente Deployments über Toolchains hinweg.

  • Ermöglicht werkzeugübergreifende Zusammenarbeit ohne proprietäre Bindung
  • Erhöht Reproduzierbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Simulationen und Deployments
  • Unterstützt Automatisierung in CI/CD- und Validierungsprozessen

  • Nicht alle Modellkonzepte lassen sich verlustfrei abbilden
  • Versionierung und Kompatibilität erfordern Disziplin und Governance
  • Implementierungsqualität der Konverter variiert stark

  • Erfolgsquote der Konvertierungen

    Anteil der Modellkonvertierungen, die ohne Fehler importierbar sind.

  • Zeit bis zur Integration

    Durchschnittliche Zeit, bis ein exportiertes Modell in der Zielumgebung lauffähig ist.

  • Reproduzierbarkeits-Score

    Maß für die Vollständigkeit der Metadaten und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.

FMU für Austausch von Modellica-Modellen

Einsatz des Functional Mock-up Interface (FMI) zum Export von Modelica-Modellen für andere Simulationswerkzeuge.

ONNX für plattformübergreifende ML-Modelle

Konvertierung eines trainierten neuronalen Netzes nach ONNX, um es in verschiedenen Inferenz-Engines zu betreiben.

Export von Steuerungslogik zwischen Werkzeugen

Standardisiertes Austauschformat zur Übertragung von Steuerungs- und Regelungsmodellen zwischen Engineering-Tools.

1

Analyse der vorhandenen Modellformate und Festlegung eines Zielformats.

2

Einrichten von Konvertern und Testpipelines zur Validierung der Exporte.

3

Definition von Metadaten- und Versionsrichtlinien sowie Governance.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Alte proprietäre Exportpfade, die nicht mehr gepflegt werden
  • Fehlende automatisierte Tests für ältere Modellversionen
  • Unklare Ownership für Konverter-Tools
Konverter-QualitätVersionierungMetadaten-Vollständigkeit
  • Direkter Import komplexer proprietärer Modelle ohne Validierung
  • Annahme vollständiger Kompatibilität zwischen unterschiedlichen Tool-Versionen
  • Verzicht auf Metadaten beim Austausch kritischer Artefakte
  • Unbemerkte Rundungs- oder Numerikänderungen beim Konvertieren
  • Versteckte Abhängigkeiten in proprietären Erweiterungen
  • Unzureichende Tests für Grenzfälle und Randbedingungen
Kenntnisse in Modellierung und DomänenphysikErfahrung mit Konvertierungs- und IntegrationswerkzeugenVerständnis von Versionierung und Software-Engineering-Praktiken
Interoperabilität zwischen Werkzeugen und LaufzeitenReproduzierbarkeit und Nachvollziehbarkeit von ErgebnissenAutomatisierbarkeit in CI/CD- und Deploy-Prozessen
  • Limitierte Abbildung proprietärer Modellkonzepte
  • Abhängigkeit von Tool-Herstellern für vollständige Implementierung
  • Notwendigkeit definierter Governance für Versionen und Extensions