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concept#Architektur#Software-Engineering#DevOps#Observability

Microservices-Architektur

Architekturstil, der Anwendungen in autonome, kleine Dienste zerlegt, um Skalierung, Unabhängigkeit und schnellere Bereitstellung zu ermöglichen.

Microservices-Architektur unterteilt Anwendungen in kleine, unabhängige Dienste, die einzelne Geschäftsfunktionen kapseln.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

API-Gateways und Service-MeshesCI/CD-Tools (z. B. Jenkins, GitHub Actions)Monitoring- und Tracing-Tools (z. B. Prometheus, Jaeger)

Prinzipien & Ziele

Lose Kopplung, starke Kohäsion zwischen DienstenEindeutige Schnittstellen und VerträgeTeam-Ownership für End-to-End-Funktionalität
Umsetzung
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Proliferation kleiner Services ohne Governance
  • Unzureichende Observability führt zu langen Fehlersuchen
  • Fehlerhafte API-Contracts brechen Integrationen
  • Geringe Schnittstellen- und Datenabhängigkeiten
  • Contract-First API-Design und Versionierung
  • Automatisierte Tests und Canary-Releases

I/O & Ressourcen

  • Domänen- und Kontextanalyse
  • Automatisierte CI/CD-Infrastruktur
  • Observability- und Monitoring-Tooling
  • Suite unabhängiger Services mit APIs
  • Automatisierte Deployments und Rollbacks
  • Metriken und Traces für jeden Dienst

Beschreibung

Microservices-Architektur unterteilt Anwendungen in kleine, unabhängige Dienste, die einzelne Geschäftsfunktionen kapseln. Jeder Dienst hat eigene Datenhaltung und Kommunikationsschnittstellen, wodurch Skalierung und unabhängige Bereitstellung erleichtert werden. Organisationen benötigen passende Teamstrukturen, Observability und ein geeignetes Deployment-Modell, um Komplexität kontrollierbar zu halten.

  • Unabhängige Skalierung einzelner Funktionen
  • Schnellere, isolierte Deployments
  • Bessere Technologie-Heterogenität pro Service

  • Erhöhter Betriebsaufwand durch verteilte Infrastruktur
  • Komplexität bei Datenkonsistenz über Dienste hinweg
  • Höherer Netzwerk- und Latenzaufwand

  • Deployment-Frequenz

    Anzahl der Releases pro Dienst in einem definierten Zeitraum.

  • Fehlerbehebungszeit (MTTR)

    Durchschnittliche Zeit, um einen Dienst nach einem Ausfall wiederherzustellen.

  • Fehlerrate pro Anfrage

    Anteil fehlerhafter Antworten im Verhältnis zu Gesamtanfragen eines Dienstes.

E-Commerce-Plattform (Beispiel)

Produkt-, Warenkorb- und Zahlungsfunktionen als separate Services mit eigenen Datenbanken.

Streaming-Plattform (Beispiel)

Ingestion, Transcoding und Playback als eigenständige Microservices, skaliert nach Bedarf.

FinTech-Anwendung (Beispiel)

Abrechnung, Risikobewertung und Reporting als unabhängige, sicherheitsfokussierte Dienste.

1

Domänenanalyse und Service-Identifikation

2

Design von APIs und Datenverantwortung

3

Aufbau von CI/CD-Pipelines pro Service

4

Einführung von Observability und Alerting

5

Iterative Migration und Monitoring der Auswirkungen

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Verwaiste APIs ohne Consumer-Governance
  • Unzureichende Automatisierung bei Rollbacks
  • Fragmentiertes Monitoring-Setup ohne zentrale Sicht
Datenkonsistenz über DiensteNetzwerk-Latenz und DurchsatzKoordination zwischen Teams
  • Aufsplitten in Hunderte winziger Services ohne Governance
  • Verzicht auf API-Verträge und fehlende Versionierung
  • Manuelle Deployments statt automatisierter Pipelines
  • Unterschätzung des Monitoring-Aufwands
  • Datenmodellierung ohne Eventual Consistency-Strategie
  • Fehlende klare Ownership pro Service
Verteilte SystemarchitekturAutomatisierung und CI/CD-DesignObservability, Logging und Tracing
Skalierbarkeit der GeschäftsdomänenAutonomie und Time-to-Market der TeamsBetriebliche Resilienz und Fehlertoleranz
  • Vorhandene monolithische Abhängigkeiten
  • Regulatorische Anforderungen an Datenspeicherung
  • Begrenzte Betriebsautomatisierung