Katalog
concept#Maschinelles Lernen#Künstliche Intelligenz#Analytics

Inference

Inference beschreibt das Anwenden eines trainierten Modells auf neue Daten, um Vorhersagen oder Entscheidungen zu treffen. Es fokussiert auf Latenz, Skalierbarkeit und Ressourcenoptimierung im produktiven Betrieb.

Inference bezeichnet den Prozess, bei dem ein bereits trainiertes Machine-Learning-Modell auf neue Daten angewendet wird, um Vorhersagen oder Entscheidungen zu treffen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Feature-Store zur konsistenten Feature-BereitstellungObservability-Stack (Tracing, Metrics, Logging)CI/CD-Pipeline für Modell- und Infrastruktur-Deployments

Prinzipien & Ziele

Trennung von Training und Inferenz-PipelinesMessbare Service-Level für Latenz und Durchsatz definierenModelle für die Zielumgebung optimieren (Quantisierung, Pruning)
Betrieb
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Niedrige Modellgeneralität führt zu fehlerhaften Vorhersagen
  • Operationalisierung ohne Monitoring erhöht Ausfallrisiko
  • Fehlende Performance-Tests verursachen SLAVerletzungen
  • Modelle versionieren und reproduzierbare Artefakte verwenden
  • Automatisierte Performance- und Regressions-Tests einführen
  • Resource-Limits und Quotas zur Stabilität konfigurieren

I/O & Ressourcen

  • Trainiertes Modell in geeignetem Format (z. B. SavedModel, ONNX)
  • Feature-Transformationen und Vorverarbeitungslogik
  • Infrastructure für Hosting und Skalierung
  • Vorhersagen oder Wahrscheinlichkeitswerte
  • Monitoring-Metriken zu Latenz und Fehlern
  • Logs und Audit-Trails für Anfragen

Beschreibung

Inference bezeichnet den Prozess, bei dem ein bereits trainiertes Machine-Learning-Modell auf neue Daten angewendet wird, um Vorhersagen oder Entscheidungen zu treffen. Es umfasst Aspekte wie Latenz, Skalierbarkeit, Ressourcenverbrauch und Modelloptimierung für den produktiven Betrieb. Typische Einsatzbereiche sind Echtzeitvorhersagen in der Produktion, Batch-Inferenz für Analysen und eingebettete Systeme.

  • Schnelle Entscheidungen im Betrieb durch optimierte Laufzeiten
  • Skalierbare Bereitstellung von Vorhersagen für viele Nutzer
  • Effiziente Ressourcennutzung durch Modellkomprimierung

  • Abhängigkeit von Modellqualität und Trainingsdaten
  • Komplexität bei Latenz- und Skalierungsanforderungen
  • Einsatz auf eingeschränkten Geräten erfordert Kompromisse

  • Latenz (P95)

    Verzögerung bis zur Antwort innerhalb des 95. Perzentils.

  • Durchsatz (Anfragen pro Sekunde)

    Anzahl erfolgreich verarbeiteter Inferenzanfragen pro Sekunde.

  • Fehlerrate

    Anteil fehlerhafter oder fehlgeschlagener Inferenzaufrufe.

Realtime-Recommendation-Service

Ein Onlineshop betreibt einen Low-Latency-Endpunkt, der Nutzeraktionen in Echtzeit bewertet.

Batch-Scoring für Risikoanalyse

Banken führen nachts Batch-Inferenz über Transaktionshistorien zur Risikobewertung aus.

On-Device Objekterkennung

Kameras führen lokal quantisierte Modelle zur Objekterkennung ohne Cloud-Verbindung aus.

1

Modell validieren und geeignetes Exportformat wählen

2

Modelle für Zielplattform optimieren (Quantisierung/Pruning)

3

Serving-Infrastruktur einrichten und Endpunkte konfigurieren

4

Automatische Tests und Lasttests ausführen

5

Monitoring, Alerting und Canary-Rollouts implementieren

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Nicht versionierte Modelle und fehlende Reproduzierbarkeit
  • Alte Inferenzruntimes mit bekannten Performance-Problemen
  • Fehlende Automatisierung für Rollbacks und Tests
Modellgröße und SpeicherbedarfNetzwerkbandbreite bei Cloud-LösungenCPU/GPU-Auslastung und Scheduling
  • Einsatz eines unverifizierten Modells in kritischen Entscheidungsprozessen
  • Ignorieren von Latenzanforderungen bei Echtzeitanwendungen
  • Skalierung durch einfache Replikation ohne Lastverteilung
  • Unterschätzung der Datenvorverarbeitungskosten in Produktion
  • Übermäßige Optimierung ohne Regressionstests
  • Fehlende Sicherheitsprüfungen für Inferenzendpunkte
Kenntnisse in Modelloptimierung und QuantisierungErfahrung mit Serving-Technologien und ContainerisierungOperatives Monitoring und Performance-Tuning
Erwartete LatenzanforderungenSkalierungs- und DurchsatzbedarfVerfügbare Hardware und Kostenrestriktionen
  • Einhaltung von Datenschutz und regulatorischen Vorgaben
  • Hardware-Limits bei Edge-Devices
  • Vorhandensein stabiler Feature-Pipelines