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concept#Software-Engineering#Architektur#Daten#Zuverlässigkeit

Immutability

Prinzip, wonach Daten oder Objekte nach ihrer Erstellung nicht mehr verändert werden. Fördert Vorhersagbarkeit, Nebenläufigkeit und Testbarkeit.

Immutability beschreibt den Zustand von Daten oder Objekten, die nach ihrer Erstellung nicht mehr verändert werden können.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Datenbanken mit Versionierungs- oder Append-Only-OptionenEvent-Streaming-Plattformen (z. B. Kafka)CI/CD-Tooling zur Erzeugung unveränderlicher Artefakte

Prinzipien & Ziele

Keine nachträglichen ZustandsänderungenExplizite Versionierung von Entitäten und ArtefaktenKopien statt In-Place-Modifikation
Umsetzung
Team, Domäne

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Performance-Probleme durch häufige Kopien
  • Falsches Vertrauen in Unveränderlichkeit bei externen Systemen
  • Fehlende Kompatibilität mit bestehenden APIs
  • Nutze unveränderliche Datentypen für Value-Objekte
  • Kombiniere Immutability mit Copy-on-Write und Struktur-Sharing
  • Messe Speicher- und Latenz-Auswirkungen kontinuierlich

I/O & Ressourcen

  • Existierender Systemzustand und Datenmodelle
  • Anforderungen an Konsistenz, Audit und Compliance
  • Tooling für Versionierung und Persistenz
  • Unveränderliche Objekte und Ereignis-Logs
  • Verbesserte Testfälle und Reproduktionsmechanismen
  • Geklärte API-Verträge für Zustand und Versionen

Beschreibung

Immutability beschreibt den Zustand von Daten oder Objekten, die nach ihrer Erstellung nicht mehr verändert werden können. Das Konzept reduziert Seiteneffekte, vereinfacht Reasoning, erleichtert Nebenläufigkeit und ermöglicht deterministischere Systeme. Es findet Anwendung in Funktionsparadigmen, verteilten Systemen, Versionierungskonzepten und verbessert Testbarkeit und Fehlerdiagnose.

  • Reduzierte Seiteneffekte
  • Einfachere Nebenläufigkeit und Thread-Safety
  • Verbesserte Reproduzierbarkeit und Testbarkeit

  • Erhöhter Speicher- und Kopieraufwand
  • Nicht alle Bibliotheken/Sprachen unterstützen Immutability nativ
  • Komplexität bei großen, veränderlichen Objekten

  • Anzahl unerwarteter Seiteneffekte

    Messung seiteneffekt-bezogener Fehler vor und nach Einführung von Immutability.

  • Durchschnittlicher Speicherverbrauch pro Anfrage

    Vergleich des Speicherbedarfs mit und ohne immutablen Datenverarbeitungen.

  • Reproduzierbare Fehlerrate

    Anteil von Fehlern, die deterministisch reproduzierbar sind nach Konzeptumsetzung.

Unveränderliche Value Objects in Java

Verwendung finaler Felder, keine Setter, defensive Kopien für Collections.

Event Sourcing mit unveränderlichen Events

Events werden append-only persistiert; Zustand wird aus Events rekonstruiert.

Immutable Infrastructure Images

Bake-Prozess erzeugt versionierte Images, die im Betrieb nicht verändert werden.

1

Bestandsaufnahme mutabler Stellen und Priorisierung nach Risiko.

2

Design unveränderlicher Datentypen und Migrationstests.

3

Schrittweise Einführung, Monitoring und Performance-Optimierung.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Legacy-APIs, die mutable Contracts erfordern
  • Fehlende Infrastruktur für effiziente Speicherung historischer Versionen
  • Unzureichende Tests für Migrationspfade zu Immutability
SpeicherverbrauchLatenz bei großen KopienInterop mit mutablen APIs
  • Alle Daten im System unnötig versionieren und Speicher explodiert
  • Immutability erzwingen, obwohl Performance-Kritische Hotpaths betroffen sind
  • Unveränderliche Objekte ohne geeignete Equality/Hash-Implementierungen
  • Falsche Annahme, dass 'const' in der Sprache echte Unveränderlichkeit bedeutet
  • Fehlende defensive Kopien für externe Eingaben
  • Unterschätzung von Speicher- und Performance-Kosten
Kenntnisse funktionaler ProgrammierprinzipienVerständnis von Persistenz- und VersionierungsmusternErfahrung mit Nebenläufigkeitsmodellen
Nebenläufigkeit und Thread-SafetyAuditierbarkeit und NachvollziehbarkeitDeterministisches Verhalten und Testbarkeit
  • Limitierte native Unterstützung in manchen Laufzeitumgebungen
  • Bestehende Systeme mit mutablen Verträgen
  • Kosten für zusätzlichen Speicher und Persistenz