Image Generation
Erzeugung von Bildern durch algorithmische Modelle, typischerweise mittels generativer KI wie Diffusionsmodellen oder GANs.
Klassifikation
- KomplexitätHoch
- AuswirkungTechnisch
- EntscheidungstypTechnisch
- OrganisationsreifeFortgeschritten
Technischer Kontext
Prinzipien & Ziele
Use Cases & Szenarien
Kompromisse
- Unabsichtliche Reproduktion urheberrechtlich geschützter Inhalte.
- Bias und diskriminierende Darstellungen in generierten Bildern.
- Missbrauch für Deepfakes oder irreführende Inhalte.
- Prompts versionieren und reproduzierbare Pipelines bauen.
- Automatisierte Qualitätstests und menschliche Reviews kombinieren.
- Klar dokumentierte Datenherkunft und Lizenz-Compliance sicherstellen.
I/O & Ressourcen
- Text-Prompts, Stil-Vorgaben, Referenzbilder
- Trainingsdatensätze, Label-Informationen
- Rechenressourcen (GPU/TPU) und Inferenzumgebung
- Generierte Bilddateien in definierter Auflösung
- Metadaten zu Prompts, Modell-Seed und Qualitätsbewertungen
- Versionierte Assets für Produktion oder Training
Beschreibung
Image Generation beschreibt Verfahren zur automatischen Erzeugung visueller Inhalte durch trainierte Modelle. Sie umfasst Techniken wie Diffusionsmodelle, GANs und multimodale Text-to-Image-Pipelines. Einsatzbereiche reichen von Marketing-Assets über Produktdesign bis zu synthetischen Datensätzen; dabei sind Qualität, Kontrolle, ethische Implikationen sowie Produktionskosten zentrale Entscheidungsfaktoren.
✔Vorteile
- Schnelle Produktion visueller Varianten ohne Fotoshootings.
- Kosteneffiziente Prototypen und Design-Iterationen.
- Ermöglicht Generierung seltener oder schwer zu erfassender Szenen.
✖Limitationen
- Qualität und Konsistenz hängen stark vom Modell und Prompting ab.
- Rechtliche und ethische Einschränkungen bei Trainingsdaten und Outputs.
- Begrenzte Kontrolle über feine Details und Markenrepräsentation.
Trade-offs
Metriken
- Perzeptive Bildqualität (MOS)
Benutzer- oder Expertenbewertungen zur subjektiven Bildqualität.
- Prompt-Stabilität
Konsistenz der generierten Ergebnisse bei gleichen Prompts.
- Inference-Latenz
Zeit zwischen Anfrage und verfügbaren Bildausgaben.
Beispiele & Implementierungen
Marketingkampagne mit KI-Bildern
Ein Einzelhändler erzeugt Produktbilder in verschiedenen Stilen für Web‑A/B‑Tests.
Automatisierte Mockups für UI
Ein Designteam nutzt Text-to-Image-Modelle, um Layout-Varianten schnell zu visualisieren.
Synthetische Trainingsdaten für Objekterkennung
Ingenieure erzeugen diverse Blickwinkel und Bedingungen, um ein Modell robuster zu machen.
Implementierungsschritte
Ziele und Akzeptanzkriterien definieren; relevante Stakeholder einbinden.
Geeignete Modelle und Infrastruktur evaluieren (Cloud vs. On-Prem).
Pilot mit klaren Testcases durchführen und Outputs bewerten.
Skalierung, Governance und Monitoring einführen.
⚠️ Technische Schulden & Engpässe
Tech Debt
- Kein zentraler Prompt- und Modell-Katalog vorhanden.
- Ad-hoc-Nachbearbeitung statt reproduzierbarer Post-Processing-Skripte.
- Unvollständiges Logging von Eingaben, Outputs und Metadaten.
Bekannte Engpässe
Beispiele für Missbrauch
- Erzeugung täuschender Bilder zur gezielten Desinformation.
- Verwendung urheberrechtlich geschützter Trainingsdaten ohne Erlaubnis.
- Automatisches Ersetzen realer Personen in Werbematerial ohne Zustimmung.
Typische Fallen
- Unterschätzung des Review-Aufwands für rechtliche Risiken.
- Annäherung an Markenfarben und -designs ohne Style-Governance.
- Fehlende Nachverfolgbarkeit von Modellausgaben und Seeds.
Erforderliche Fähigkeiten
Drivers (Architectural Drivers)
Constraints
- • Lizenz- und Urheberrechtsregelungen für Trainingsdaten
- • Performance-Limits bei Echtzeitanwendungen
- • Organisatorische Richtlinien zu ethischer Nutzung