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concept#Architektur#Integration#Beobachtbarkeit#Zuverlässigkeit

Ereignisgesteuerte Systeme

Architekturparadigma, bei dem Komponenten über asynchrone Ereignisse interagieren, um Entkopplung, Skalierbarkeit und flexible Integration zu ermöglichen.

Event‑Driven Systems sind ein Architekturparadigma, bei dem Komponenten über asynchrone Ereignisse miteinander kommunizieren.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Apache Kafka, RabbitMQ, PulsarCloudEvents / Schema-RegistriesStream-Processing-Plattformen (Flink, Kafka Streams)

Prinzipien & Ziele

Entkopplung von Produzenten und KonsumentenEindeutige Ereignisschemata und VersionierungIdempotenz und fehlerrobuste Verarbeitung
Umsetzung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Versteckte synchrone Abhängigkeiten führen zu Fehlerszenarien
  • Dateninkonsistenzen durch falsches Konsistenzmodell
  • Unkontrolliertes Event-Wachstum ohne Governance
  • Klare, versionierte Schemata und Kompatibilitätsregeln
  • Idempotente Konsumenten und deduplizierende Verarbeitung
  • Observability von Anfang an integrieren

I/O & Ressourcen

  • Ereignisschemata (JSON/Avro/Protobuf)
  • Message Broker oder Event-Backbone
  • Produzenten-Clients und Consumer-Libraries
  • Asynchrone Ereignisströme
  • Materialisierte Views und Caches
  • Audit- und Replay-fähige Event-Logs

Beschreibung

Event‑Driven Systems sind ein Architekturparadigma, bei dem Komponenten über asynchrone Ereignisse miteinander kommunizieren. Sie fördern Entkopplung, skalierbare Verarbeitung und flexible Integrationen zwischen Domänen. Typische Anwendungsfälle sind Microservices‑Kommunikation, Integrationsplattformen und asynchrone Datenpipelines. Die Konzeption erfordert Entscheidungen zu Konsistenz, Latenz, Fehlerbehandlung und Observability.

  • Bessere Skalierbarkeit durch asynchrone Verarbeitung
  • Geringere Kopplung zwischen Komponenten
  • Flexiblere Integration heterogener Systeme

  • Komplexere Fehlerbehandlung und Wiederherstellung
  • Schwierigkeiten bei konsistenten Leseoperationen über Grenzen hinweg
  • Höherer betrieblicher Aufwand (Monitoring, Schema-Management)

  • Durchsatz (events/s)

    Anzahl verarbeiteter Ereignisse pro Sekunde; misst Kapazität und Skalierung.

  • End-to-End-Latenz

    Zeit zwischen Erzeugung und vollständiger Verarbeitung eines Ereignisses.

  • Verarbeitungsfehlerquote

    Anteil fehlgeschlagener Event-Verarbeitungen pro Zeiteinheit.

Stream-basierte Nutzeranalyse

Echtzeit-Analyse von Nutzerereignissen zur Personalisierung und Monitoring.

Event-Sourcing für Finanztransaktionen

Historische Ereignisse als Quelle der Wahrheit zur Rekonstruktion von Zuständen.

Entkoppelte Integrationsplattform

Zentrale Event-Bus-Architektur zur Verbindung heterogener Systeme.

1

Ereignismodelle erstellen: Events, Aggregate, Grenzen definieren

2

Infrastruktur wählen: Broker, Schema-Registry, Processing-Engine

3

Producer/Consumer implementieren, Idempotenz und Fehlerbehandlung sicherstellen

4

Observability einführen: Tracing, Metriken, Alerts

5

Governance etablieren: Schema-Versionierung, Event-Ownership

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Unversionierte Ereignisschemata
  • Tight-Coupling über strukturierte Payloads statt Contracts
  • Fehlende Replay- und Backpressure-Strategien
Event-DurchsatzOrdering / ReihenfolgegarantienState-Management
  • Events als direkten Ersatz für API-Aufrufe ohne Entkopplung
  • Unversionierte Payloads, die Breaking Changes erzwingen
  • Sensible Daten ungefiltert in Events veröffentlichen
  • Fehlende Idempotenz führt zu Doppelverarbeitung
  • Versteckte synchrone Pfade zerstören Entkopplung
  • Unzureichende Observability erschwert Fehlersuche
Verständnis verteilter Systeme und CAP-KonzepteErfahrung mit Messaging- und Streaming-TechnologienFähigkeiten im Bereich Observability und Incident Response
Entkopplung von DomänenSkalierbarkeit und ElastizitätFehlerisolierung und Resilienz
  • Netzwerk-Latenz und Partitionierung
  • Begrenzte Broker-Kapazitäten
  • Regulatorische Anforderungen an Datenhaltung