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concept#Architektur#Zuverlässigkeit#Plattform

Verteilte Systeme

Architekturparadigma, bei dem mehrere unabhängige Rechner koordiniert zusammenarbeiten, um ein gemeinsames System zu bilden.

Verteilte Systeme sind Zusammenschlüsse unabhängiger Rechner, die für Nutzer als ein einziges kohärentes System erscheinen.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Nachrichtenbroker (z. B. Kafka)Konfigurations- und Service-Discovery-Systeme (z. B. etcd, Consul)Service-Mesh und Sidecar-Architekturen

Prinzipien & Ziele

Partitionierung zur Skalierung und FehlerbegrenzungExplizite Entscheidungen zu Konsistenz, Verfügbarkeit und LatenzObservability und automatisierte Erkennung von Ausfällen
Umsetzung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Dateninkonsistenzen durch Netzwerkpartitionen
  • Verborgene Performance-Engpässe und Thundering Herd
  • Fehlende Resilienz-Maßnahmen führen zu Dominoausfällen
  • Explizite und dokumentierte Konsistenzanforderungen
  • Sorgfältige Partitionierung nach Domänen und Datenzugriffsmustern
  • Automatisiertes Monitoring und regelmäßige Resilienztests

I/O & Ressourcen

  • Architekturanforderungen und SLAs
  • Netzwerk- und Infrastrukturübersicht
  • Datenzugriffs- und Konsistenzanforderungen
  • Designentscheidungen zu Partitionierung und Replikation
  • Operationalisierte Deploy- und Observability-Pipelines
  • SLA-konforme Betriebsrichtlinien

Beschreibung

Verteilte Systeme sind Zusammenschlüsse unabhängiger Rechner, die für Nutzer als ein einziges kohärentes System erscheinen. Sie ermöglichen Skalierbarkeit, Fehlertoleranz und geografische Verteilung, verursachen aber Herausforderungen bei Nebenläufigkeit, Konsistenz und Koordination. Der Entwurf erfordert Abwägungen zwischen Leistung, Verfügbarkeit und Komplexität. Diese Abwägungen prägen Architektur und Betrieb.

  • Skalierbarkeit durch horizontale Erweiterung
  • Erhöhte Fehlertoleranz und Ausfallsicherheit
  • Geografische Nähe zu Nutzern reduziert Latenz

  • Komplexität in Design, Test und Betrieb
  • Schwierigkeiten bei starker Konsistenz über Partitionen
  • Erhöhter Bedarf an Observability und Debugging-Tools

  • Mittlere Antwortzeit

    Durchschnittliche Dauer für Anfragen über verteilte Komponenten.

  • Fehlerrate

    Anteil fehlgeschlagener Anfragen oder Operationen.

  • Replikationsverzögerung

    Zeitdifferenz zwischen primärem und repliziertem Zustand.

Globale Schlüssel-Wert-Datenbank

Eine verteilte Datenbank nutzt Replikation und Sharding, um globale Verfügbarkeit zu erreichen.

Service-Mesh in Microservices-Architektur

Ein Service-Mesh verwaltet Kommunikation, Sicherheit und Beobachtbarkeit zwischen verteilten Diensten.

Verteilte Stream-Verarbeitung mit genau-einmal-Semantik

Stream-Prozessoren und kooperative Konsumenten gewährleisten konsistente Verarbeitung unter Partitionen.

1

Anforderungen analysieren und Konsistenzmodelle wählen

2

System in Komponenten und Verantwortungsgrenzen partitionieren

3

Replikations-, Sharding- und Failover-Strategien implementieren

4

Observability und Chaos-Tests einführen

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Ad-hoc-Replikationslogiken ohne Dokumentation
  • Monolithischer Datenbank-Singleton als Flaschenhals
  • Unvollständige Testabdeckung für Partitionsszenarien
NetzwerklatenzKoordinations-OverheadState-Management
  • Versuch, starke Konsistenz ohne Koordination zu erzwingen
  • Skalierung durch ungeprüftes Replizieren aller Daten
  • Ignorieren von Netzwerkpartitionstests im QA-Prozess
  • Unterschätzung der Operationalisierungskosten
  • Vernachlässigung von Observability vor Produktionsstart
  • Fehlende Rollback-Strategien bei schema- oder prozessänderungen
Verständnis verteilter Algorithmen (Konsens, Replikation)Netzwerk- und Performance-EngineeringObservability, Monitoring und Debugging verteilter Systeme
Verfügbarkeit und FehlertoleranzSkalierbarkeit und ElastizitätKonsistenzanforderungen und Latenzziele
  • Begrenzte Bandbreite und variable Latenzen
  • Regulatorische Anforderungen an Datenlokalität
  • Heterogene Infrastruktur und Betriebsteams