Deep Learning
Lernparadigma mit tiefen neuronalen Netzen zur automatischen Merkmalsextraktion und Vorhersage.
Klassifikation
- KomplexitätHoch
- AuswirkungTechnisch
- EntscheidungstypArchitektur
- OrganisationsreifeFortgeschritten
Technischer Kontext
Prinzipien & Ziele
Use Cases & Szenarien
Kompromisse
- Bias in Trainingsdaten führt zu unfairen Vorhersagen.
- Überanpassung bei unzureichender Validierung.
- Hohe Betriebskosten durch wiederholtes Retraining.
- Nutzen von vortrainierten Modellen und Transfer Learning zur Effizienzsteigerung.
- Versionierung von Daten, Code und Modellartefakten.
- Frühes Monitoring und automatisiertes Testen von Modellen im Betrieb.
I/O & Ressourcen
- Repräsentative und gelabelte Trainingsdaten
- Rechenressourcen (GPUs/TPUs) und Speicher
- Domain-Kenntnis für Labeling und Evaluation
- Trainiertes Modellartefakt
- Evaluationsmetriken und Testberichte
- Deployment-fähige Inferenz-Komponenten
Beschreibung
Deep Learning ist ein Zweig des maschinellen Lernens, der mehrschichtige neuronale Netze zur automatischen Extraktion hierarchischer Merkmale aus Daten nutzt. Es erzielt führende Ergebnisse in Bild-, Sprach- und Textaufgaben durch Training großer Modelle auf umfangreichen Datensätzen. Praxisanforderungen umfassen Modellarchitektur, Datenaufbereitung und erhebliche Rechenressourcen.
✔Vorteile
- State-of-the-art Leistung in vielen Perceptual-Tasks.
- Automatische Merkmalsextraktion reduziert manuellen Aufwand.
- Große Community und breites Ökosystem an Tools.
✖Limitationen
- Benötigt große, gelabelte Datensätze für gute Generalisierung.
- Hohe Rechen- und Speicheranforderungen beim Training.
- Schwierige Interpretierbarkeit der Modelle.
Trade-offs
Metriken
- Genauigkeit (Accuracy)
Anteil korrekt klassifizierter Beispiele; grundlegende Leistungskennzahl.
- Latenz pro Anfrage
Mittlere Antwortzeit für Inferenzanfragen in Millisekunden.
- Throughput (Inferenz/s)
Anzahl gleichzeitiger Inferenzanfragen, die das System verarbeiten kann.
Beispiele & Implementierungen
Bildklassifikation in Forschung
Forschungsarbeiten zeigen, wie Convolutional Networks führende Genauigkeiten in Bildaufgaben erreichen.
Transformermodelle für Übersetzung
Transformer-Architekturen ermöglichen leistungsfähige Übersetzungs- und Sprachmodelle durch Self-Attention.
Medizinische Bildanalyse
Deep Learning wird zur Unterstützung der Diagnose anhand radiologischer Bilder eingesetzt, erfordert aber strenge Validierung.
Implementierungsschritte
Problemdefinition, Auswahl der Metriken und Erfolgskriterien.
Datenakquise, Bereinigung und Annotation.
Modellwahl, Training, Validierung und Hyperparameter-Tuning.
Optimierung für Inferenz und Deployment in Produktionsumgebung.
⚠️ Technische Schulden & Engpässe
Tech Debt
- Nicht versionierte Datensätze und inkonsistente Trainingspipelines.
- Ad-hoc Deployment-Skripte statt reproduzierbarer CI/CD-Prozesse.
- Fehlende Testabdeckung für Modelländerungen und Metrik-Regressionen.
Bekannte Engpässe
Beispiele für Missbrauch
- Einsatz von Deep Learning bei extrem kleinen Datensätzen ohne Transfer Learning.
- Automatisierte Entscheidungen in sensiblen Kontexten ohne Auditing.
- Ignorieren von Bias-Quellen bei Trainingsdaten und Labels.
Typische Fallen
- Übervertrauen in Metriken ohne domänenspezifische Bewertung.
- Unterschätzung der Kosten für kontinuierliches Retraining.
- Mangelnde Differenzierung zwischen Korrelation und Kausalität.
Erforderliche Fähigkeiten
Drivers (Architectural Drivers)
Constraints
- • Begrenzte Verfügbarkeit gelabelter Daten in der Domäne.
- • Budget- und Energieeinschränkungen für Trainingsläufe.
- • Datenschutz- und Compliance-Vorgaben (GDPR etc.).