Data Orchestration
Koordination und Steuerung von Datenflüssen, Verarbeitungsschritten und Abhängigkeiten über heterogene Systeme hinweg.
Klassifikation
- KomplexitätHoch
- AuswirkungTechnisch
- EntscheidungstypArchitektur
- OrganisationsreifeFortgeschritten
Technischer Kontext
Prinzipien & Ziele
Use Cases & Szenarien
Kompromisse
- Single Point of Failure im Orchestrator
- Inkonsistenzen bei fehlerhafter Versionierung von Pipelines
- Übermäßige Zentralisierung reduziert Flexibilität
- Versioniere Pipelines und Transformationen
- Baue observability und lineage von Anfang an ein
- Definiere klare Retry- und SLA-Strategien
I/O & Ressourcen
- Datenquellen (Datenbanken, Message-Broker, Dateien)
- Verarbeitungslogik (Jobs, Container, Funktionen)
- Betriebsregeln und SLAs
- Transformierte, validierte Zielartefakte
- Monitoring- und Audit-Metriken
- Lineage- und Versionsinformationen der Pipeline
Beschreibung
Data Orchestration koordiniert Datenflüsse, Verarbeitungsschritte und Abhängigkeiten über heterogene Systeme hinweg, um verlässliche End-to-End-Pipelines bereitzustellen. Sie beschreibt Steuerungslogik, Scheduling, Fehlerbehandlung und Betriebskonzepte für Batch- und Streaming-Workloads. Implementierungen integrieren Monitoring, Versionskontrolle von Pipelines und Richtlinien zur Datenqualität.
✔Vorteile
- Vorhersagbare, wiederholbare Pipelines
- Bessere Fehlertoleranz und Retry-Strategien
- Klarere Verantwortlichkeiten und Nachvollziehbarkeit
✖Limitationen
- Erhöhter operativer Overhead durch Controller und Scheduler
- Komplexität bei heterogenen Datenquellen und Formaten
- Potenzielle Latenz durch zentrale Koordination
Trade-offs
Metriken
- Durchsatz (Events/s oder Bytes/s)
Misst die Menge an verarbeiteten Daten pro Zeiteinheit.
- End-to-End-Latenz
Zeit vom Eintreffen eines Events bis zur vollständigen Verarbeitung und Speicherung.
- Fehlerrate und Mean Time To Recover (MTTR)
Anteil fehlgeschlagener Ausführungen und mittlere Wiederherstellungszeit.
Beispiele & Implementierungen
Apache Airflow zur Batch-Orchestrierung
Airflow steuert DAG-basierte ETL-Jobs, Scheduling und Retry-Logik in vielen Organisationen.
Flink-Konnektoren für Streaming-Orchestrierung
Apache Flink kombiniert Stream-Processing mit Checkpointing und Zustandsmanagement für orchestrierte Pipelines.
Kubernetes als Ausführungsplattform
Kubernetes bietet Ressourcen-Management, Scheduling und Lebenszyklus für orchestrierte Datenjobs.
Implementierungsschritte
Analyse der Datenflüsse, Definition von SLAs, Auswahl Orchestrator
Design von Pipelines, Idempotenz und Checkpoint-Strategien
Automatisiertes Deployment, Monitoring und Backfill-Prozesse einführen
⚠️ Technische Schulden & Engpässe
Tech Debt
- Hartkodierte Endpunkte und Credentials
- Fehlende Modularisierung von Transformationslogik
- Veraltete Monitoring- und Alarmregeln
Bekannte Engpässe
Beispiele für Missbrauch
- Orchestrator als reines UI für manuelle Aufgaben
- Stateful-Workloads ohne Checkpointing in Streaming
- Alle Transformationen in einem einzigen Task bündeln
Typische Fallen
- Unterschätzung der Betriebskosten
- Ignorieren von Datenrücksetz- und Backfill-Szenarien
- Fehlende Isolation zwischen Test- und Produktionspipelines
Erforderliche Fähigkeiten
Drivers (Architectural Drivers)
Constraints
- • Begrenzte Infrastrukturressourcen
- • Regulatorische Anforderungen an Datenhaltung
- • Heterogene Quellsystem-Schnittstellen