Rechnernetze
Grundlegendes Konzept zur Vernetzung von Computern und Geräten für Datenübertragung, Ressourcenfreigabe und verteilte Anwendungen.
Klassifikation
- KomplexitätHoch
- AuswirkungTechnisch
- EntscheidungstypArchitektur
- OrganisationsreifeReif
Technischer Kontext
Prinzipien & Ziele
Use Cases & Szenarien
Kompromisse
- Fehlkonfigurationen führen zu Ausfällen oder Sicherheitslücken.
- Single Points of Failure bei unzureichender Redundanz.
- Unzureichendes Monitoring verschleiert Performanceprobleme.
- Netzwerkänderungen automatisiert testen und deployen.
- Netzwerksegmentierung nach Funktion und Risiko implementieren.
- Kontinuierliches Monitoring und regelmäßige Kapazitätsplanung.
I/O & Ressourcen
- Anforderungen an Bandbreite und Latenz
- Bestehende Infrastruktur‑Topologie und Geräteinventar
- Sicherheitsrichtlinien und Compliance‑Vorgaben
- Architekturdiagramme und IP‑Adresspläne
- Konfigurationsleitfäden für Netzgeräte
- Monitoring‑ und Alerting‑Konfigurationen
Beschreibung
Rechnernetze verbinden Computer und Geräte über physische und logische Kommunikationspfade, um Datenübertragung, Ressourcenfreigabe und verteilte Anwendungen zu ermöglichen. Dieses Konzept umfasst Topologien, Protokollstapel (z. B. OSI/TCP‑IP), Adressierung, Routing, Switching sowie Sicherheits‑ und Performance‑Aspekte in unterschiedlichen Netzwerkkontexten. Es dient als Grundlage für Design, Betrieb, Fehlersuche und Architekturentscheidungen in IT‑Systemen.
✔Vorteile
- Ermöglicht verteilte Anwendungen und Ressourcennutzung.
- Skalierbarkeit durch gezielte Architekturentscheidungen.
- Bietet Grundlage für Sicherheit, Monitoring und Automatisierung.
✖Limitationen
- Physische und topologische Grenzen bestimmen Performance.
- Komplexität steigt mit Größe und Heterogenität der Infrastruktur.
- Änderungen können umfangreiche Koordination erfordern.
Trade-offs
Metriken
- Durchsatz (Mbps/Gbps)
Gibt die übertragene Datenmenge pro Zeiteinheit an und misst Kapazität.
- Latenz (ms)
Zeitverzögerung für Paketübertragungen zwischen Endpunkten; kritisch für Echtzeitanwendungen.
- Packet Loss (%)
Anteil verlorener Pakete, Indikator für Stabilität und Überlast.
Beispiele & Implementierungen
Firmen‑LAN mit VLAN‑Trennung
Segmentierung von Gast‑, Mitarbeiter‑ und Servernetz zur Reduzierung von Angriffsflächen.
Content‑Delivery via verteilte Netzwerke
Nutzung von CDN‑Architekturen und Anycast‑Routing zur Beschleunigung globaler Inhalte.
Hybrid‑WAN‑Anbindung
Kombination aus MPLS und Breitbandzugängen für Kostenoptimierung und Ausfallsicherheit.
Implementierungsschritte
Anforderungsanalyse und Stakeholder‑Workshop durchführen.
Architekturentwurf mit Topologie, Adressierung und Redundanz erstellen.
Prototypen und Tests in isolierter Umgebung durchführen.
Schrittweisen Rollout mit Monitoring und Validierung durchführen.
Betriebsdokumentation und Runbooks bereitstellen.
⚠️ Technische Schulden & Engpässe
Tech Debt
- Veraltete Firmware auf Netzwerkhardware
- Keine dokumentierten IP‑Pläne und Verantwortlichkeiten
- Manuelle Konfigurationsänderungen ohne Nachvollziehbarkeit
Bekannte Engpässe
Beispiele für Missbrauch
- Ein einziges VLAN für alle Vertrauenszonen verwenden.
- Exzessive QoS‑Priorisierung ohne Messung der Effekte.
- Sicherheitsregeln nur am Perimeter implementieren.
Typische Fallen
- Unterschätzung latenzsensitiver Pfade über das WAN.
- Fehlende Rückfallpläne bei Konfigurationsfehlern.
- Abhängigkeit von proprietären Features ohne Exit‑Strategie.
Erforderliche Fähigkeiten
Drivers (Architectural Drivers)
Constraints
- • Physische Verkabelung und Standortlimitationen
- • Budgetgrenzen für Hardware und Verbindungen
- • Regulatorische Anforderungen und Datenschutz