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concept#Architektur#Produkt#Governance

Build-vs-Buy-Entscheidung

Entscheidungsrahmen zur Abwägung, ob eine Lösung intern entwickelt oder extern beschafft werden sollte.

Die Build-vs-Buy-Entscheidung ist ein strukturelles Entscheidungsmodell zur Bewertung, ob Software oder Komponenten intern entwickelt oder extern beschafft werden sollen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

SaaS-Anbieter und Managed ServicesInterne Plattform- und InfrastrukturkomponentenCI/CD- und Betriebswerkzeuge

Prinzipien & Ziele

Klare Zielsetzung: Entscheide auf Basis strategischer Produktziele.Total-Cost-of-Ownership berücksichtigen, nicht nur initiale Kosten.Cross-funktionale Bewertung mit Produkt, Technik und Einkauf.
Erkundung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Vendor-Lock-in und eingeschränkte Flexibilität.
  • Unterschätzung der Integrations- und Betriebskosten.
  • Fehlende strategische Kontrolle bei wichtigen Kernfunktionen.
  • Klein anfangen: Proof-of-Concepts für beide Optionen validieren.
  • Lifecycle-Kosten über mehrere Jahre betrachten.
  • Vertragliche Exit-Klauseln und SLAs klar regeln.

I/O & Ressourcen

  • Produktvision und Roadmap
  • Technische Anforderungen und Architekturübersicht
  • Kosten- und Ressourcenabschätzung
  • Dokumentierte Entscheidungsgrundlage mit Optionenvergleich
  • Empfohlener Umsetzungsplan und Zeitplan
  • Identifizierte Risiken und Migrationspfade

Beschreibung

Die Build-vs-Buy-Entscheidung ist ein strukturelles Entscheidungsmodell zur Bewertung, ob Software oder Komponenten intern entwickelt oder extern beschafft werden sollen. Sie berücksichtigt Kosten, Time-to-Market, strategischen Wettbewerbsvorteil und Betriebskosten. Ziel ist eine transparente, kontextuelle Wahl basierend auf Risiken und Nutzen. Sie erfordert cross-funktionale Beteiligung von Produkt, Technik und Einkauf.

  • Reduzierte Time-to-Market bei Nutzung bestehender Lösungen.
  • Kontrolle und Differenzierung bei Eigenentwicklung.
  • Transparente Risiko- und Kostenbewertung ermöglicht fundierte Entscheidungen.

  • Nicht alle Anforderungen lassen sich durch Standardprodukte abdecken.
  • Interne Entwicklung bindet Ressourcen und verlängert Lieferzeiten.
  • Externe Anbieter können langfristige Abhängigkeiten erzeugen.

  • Time-to-Market

    Zeit bis zur Verfügbarkeit der Funktionalität für Nutzer.

  • Total Cost of Ownership (TCO)

    Kumulierte Kosten über den betrachteten Lebenszyklus.

  • Risiko-Score

    Kombinierte Bewertung technischer, rechtlicher und operativer Risiken.

Nutzung eines Zahlungsdienstleisters statt eigener Zahlungsplattform

Startup reduziert Time-to-Market durch Integration eines SaaS-Zahlungsanbieters statt interner Entwicklung.

Eigenentwicklung einer Kern-Suchfunktion

Unternehmen entscheidet sich für Eigenentwicklung, um differenzierende Suchqualität und Kontrolle zu sichern.

Einsatz eines Managed-Hosting-Anbieters für Infrastruktur

Organisation verlagert Betrieb an Managed Service, um Betriebsaufwand zu reduzieren und Fokus auf Produktfunktionen zu legen.

1

Anforderungen konsolidieren und priorisieren

2

Marktrecherche und Anbieterbewertung durchführen

3

Kosten-, Risiko- und TCO-Analyse erstellen

4

Cross-funktionales Review und finale Entscheidung dokumentieren

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Wachsende Wartungslast durch stark angepasste Vendor-Komponenten.
  • Altlasten durch fragmentierte Eigenentwicklungen ohne Standards.
  • Fehlende Dokumentation nach Schnellentscheidungen zugunsten schneller Lieferung.
Fehlende interne KapazitätenIntegrationskomplexitätLangfristige Vertragsbindungen
  • Ein Unternehmen baut eine nicht-differenzierende Infrastrukturkomponente statt günstige SaaS-Lösung zu nutzen.
  • Produktteam entscheidet ohne Einbindung von Betrieb und Security — Folge: hoher Nacharbeitsaufwand.
  • Einkauf schließt langfristigen Vertrag ohne technische Validierung ab.
  • Unterschätzung laufender Integrations- und Betriebskosten.
  • Ignorieren zukünftiger Skalierungsanforderungen beim Kauf.
  • Fehlende Exit-Strategie bei Vendor-Entscheidungen.
Architektur- und IntegrationskenntnisseFinanzielle Bewertung und TCO-KenntnisseVertrags- und Beschaffungswissen
Skalierbarkeit und Performance-AnforderungenSicherheits- und Compliance-VorgabenTime-to-Market und Produktstrategie
  • Budgetrahmen und Finanzierungszyklen
  • Regulatorische Anforderungen und Datenhoheit
  • Organisatorische Entscheidungs- und Beschaffungsprozesse