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concept#Architektur#Governance#Integration#Softwareentwicklung

BCT Change Techniques Taxonomie

Klassifikationssystem zur systematischen Einordnung evidenzbasierter Techniken zur Verhaltensänderung (Behavior Change Techniques), um Interventionen zu planen, zu beschreiben und zu evaluieren.

Die BCT-Taxonomie (Behavior Change Techniques) ist ein strukturiertes Klassifikationssystem aus der Verhaltenswissenschaft, das wiederkehrende, beobachtbare Techniken zur Verhaltensänderung standardisiert beschreibt.
Aufstrebend
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

CMDB / Service-RegistryEnterprise-Architektur-ToolingData-Governance- und Metadatensysteme

Prinzipien & Ziele

Eindeutige Begriffsdefinitionen vor technischer UmsetzungMinimal notwendige Granularität wählenGovernance-Regeln explizit festlegen und durchsetzen
Erkundung
Team, Domäne

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Over-Governance durch zu starre Kategorien
  • Inkonsistente Nutzung ohne klare Policies
  • Veraltete Taxonomie durch fehlende Pflege
  • Iterativer Aufbau statt Big Bang-Ansatz
  • Stakeholder früh einbeziehen und Entscheidungen dokumentieren
  • Automatisches Mapping aus Inventardaten unterstützen

I/O & Ressourcen

  • Systeminventar und Service-Katalog
  • Prozess- und Organisationsdokumentation
  • Stakeholder-Interviews und Fachbegriffe
  • Taxonomie-Glossar und Kategoriebaum
  • Mapping-Tabelle von Systemen zu Kategorien
  • Governance-Richtlinien und Rollenmatrix

Beschreibung

Die BCT-Taxonomie (Behavior Change Techniques) ist ein strukturiertes Klassifikationssystem aus der Verhaltenswissenschaft, das wiederkehrende, beobachtbare Techniken zur Verhaltensänderung standardisiert beschreibt. Sie unterstützt Teams dabei, Interventionen konsistent zu planen, präzise zu dokumentieren und vergleichbar zu evaluieren, indem sie gemeinsame Begriffe und Kategorien für Techniken wie Zielsetzung, Feedback, Selbstbeobachtung oder Verstärkung bereitstellt. Dadurch wird die Kommunikation zwischen Forschung und Praxis erleichtert und die Nachvollziehbarkeit von Maßnahmen in Organisationen und digitalen Produkten erhöht.

  • Verbesserte Kommunikation zwischen Domänen
  • Bessere Priorisierung von Modernisierungsprojekten
  • Klarere Verantwortlichkeiten und Schnittstellen

  • Nicht alle Geschäftsanforderungen lassen sich strikt kategorisieren
  • Pflegeaufwand steigt mit Detailgrad
  • Kann initial Widerstand in Organisation hervorrufen

  • Abdeckungsgrad der Taxonomie

    Prozentualer Anteil der Systeme/Services, die einer Kategorie zugewiesen sind.

  • Anzahl der Governance-Ausnahmen

    Anzahl der genehmigten Abweichungen von Taxonomie-Regeln pro Quartal.

  • Zeit bis zur Entscheidungsfindung

    Durchschnittliche Dauer von Anfrage bis Entscheidung bei Klassifizierungsfragen.

Onboarding verbessert Aktivierungsrate

Ein Team strukturierte Onboarding-Interventionen mit BCTs (z. B. Zielsetzung, Feedback) und konnte Varianten gezielt testen.

Change-Programm wird vergleichbar

Mehrere Maßnahmen wurden nach BCTs beschrieben, wodurch Überschneidungen sichtbar und Lücken adressierbar wurden.

Interventionsbibliothek für Teams

Ein internes Playbook ordnete bewährte Interventionen BCT-Kategorien zu und verbesserte Wiederverwendung und Konsistenz.

1

Scoping: relevante Domänen und Stakeholder identifizieren

2

Initiale Taxonomie entwerfen und im Kernteam validieren

3

Rollout, Schulung und Etablierung in Governance-Prozessen

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Nicht dokumentierte Legacy-Zuordnungen
  • Manuelles Mapping ohne Automatisierung
  • Abhängigkeiten zu veralteten Integrationen
Unklare OwnershipInkonsistente BegriffeFehlende Tool-Unterstützung
  • Taxonomie als statisches Dokument statt lebendes Artefakt
  • Verwendung der Taxonomie zur Schuldzuweisung statt zur Klärung
  • Erzwungene Kategorisierung von heterogenen Anforderungen
  • Verwechslung von Konzept- und Implementations-Ebene
  • Unklare Kriterien für Kategoriezuweisung
  • Fehlende Abstimmung mit Daten- und Integrations-Teams
Domänenwissen (Business & IT)Enterprise-Architektur-PrinzipienStakeholder-Facilitation und Moderation
Klarheit über DomänengrenzenReduzierung von SchnittstellenkomplexitätUnterstützung von Migrations- und Modernisierungsentscheidungen
  • Organisatorische Bereitschaft zur Anpassung
  • Verfügbarkeit von Domänenexperten
  • Technische Integrationsfähigkeit der Systeme