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concept#Software‑Engineering#DevOps#Plattform#Sicherheit

Artifact Management

Verwaltung, Versionierung und Nachverfolgbarkeit von Build-Artefakten und Binärpaketen entlang der Lieferkette.

Artifact Management beschreibt Konzepte und Praktiken zur Speicherung, Versionierung, signierten Provenienz und Zugriffssteuerung von Build-Artefakten.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Technisch
  • Architektur
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

Jenkins / GitHub Actions / GitLab CIMaven Central / npm Registry / Docker RegistryArtifact-Repositories wie Nexus oder Artifactory

Prinzipien & Ziele

Eindeutige Versionierung und unveränderliche ArtefakteSignatur und Provenienz zur IntegritätsprüfungZentralisierte Richtlinien, dezentrale Nutzung
Umsetzung
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Unkontrollierte Aufbewahrung alter Artefakte erhöht Angriffsfläche
  • Fehlende Signaturen erlauben Manipulationen
  • Single-Point-of-Failure bei falsch gesicherter zentraler Infrastruktur
  • Immutable Artifacts: keine Überschreibung vorhandener Releases.
  • Signaturen und Provenienz standardisieren (z. B. SLSA).
  • Zugriffsrechte nach dem Prinzip der geringsten Privilegien vergeben.

I/O & Ressourcen

  • CI-Build-Artefakte und Metadaten
  • Authentifizierungs- und Zugriffsrichtlinien
  • Speicher- und Retention-Konfiguration
  • Versionierte Artefakt-Repositorys
  • Audit-Logs und Provenienzberichte
  • Deploy-fähige Pakete mit Integritätsnachweis

Beschreibung

Artifact Management beschreibt Konzepte und Praktiken zur Speicherung, Versionierung, signierten Provenienz und Zugriffssteuerung von Build-Artefakten. Es verbindet CI/CD, Repository-Services und Governance, um Konsistenz, Reproduzierbarkeit und Sicherheit in Software-Lieferketten zu gewährleisten.

  • Bessere Reproduzierbarkeit von Builds
  • Schnellere CI/CD-Durchläufe durch Caching
  • Erhöhte Transparenz und Compliance

  • Zusätzlicher Betriebsaufwand für Repository-Services
  • Speicher- und Kostenwachstum bei fehlender Bereinigung
  • Komplexität bei Multi-Format-Unterstützung

  • Artefakt-Zugriffszeit

    Durchschnittliche Zeit bis zum Herunterladen eines Artefakts.

  • Speicherverbrauch pro Monat

    Gesamter belegter Speicherplatz aller Repositorys pro Monat.

  • Abhängigkeits-Hit-Rate

    Anteil der Builds, die Artefakte aus dem internen Cache verwenden.

Maven Central als zentrale Dependency-Quelle

Projekte publizieren Artefakte zentral, Dependencymanagement über Gruppen- und Versionskonventionen.

Docker-Registry für Container-Images

Container-Images werden in registrierten Repositories versioniert, signiert und mit Lifecycle-Richtlinien versehen.

Internes Nexus für proprietäre Artefakte

Unternehmen betreiben interne Repositories für geschützte Pakete und kontrollieren Zugriffe per LDAP/SSO.

1

Anforderungen und Formate festlegen (Artefakttypen, Retention, Signaturen).

2

Geeignete Repository-Software wählen und bereitstellen.

3

Authentifizierung, Autorisierung und Netzwerksicherheit konfigurieren.

4

CI/CD-Pipelines an Repositorys anbinden und Signaturen integrieren.

5

Retention- und Archivierungsrichtlinien automatisieren.

6

Monitoring, Backups und regelmäßige Audits einführen.

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Veraltete Repository-Versionen ohne Upgrade-Plan.
  • Fehlende Automatisierung für Cleanup und Archivierung.
  • Manuelle Signaturprozesse statt integrierter Build-Signierung.
NetzwerkdurchsatzRepository-IndexierungSpeicher-Lifecycle-Management
  • Speichern sensibler Konfigurationsdaten als Artefakte ohne Verschlüsselung.
  • Verlassen auf externe Registries ohne lokalen Cache für kritische Builds.
  • Fehlende Nachverfolgbarkeit von wer/was Releases erzeugt hat.
  • Unklare Namens- und Versionskonventionen führen zu Duplikaten.
  • Ignorieren von Lizenz- und IP-Prüfungen bei publizierten Artefakten.
  • Zu kurze Retention-Perioden vernichten notwendige Reproduzierbarkeit.
Kenntnisse in CI/CD und Repository-ManagementVerständnis von Signatur- und ProvenienzverfahrenBetriebskenntnisse für Speicher- und Backup-Systeme
Reproduzierbarkeit von BuildsSicherheit und HerkunftsnachweisBetriebliche Verfügbarkeit und Skalierbarkeit
  • Unternehmensrichtlinien für Datenspeicherung
  • Kompatibilität mit existierenden Formatspezifikationen
  • Budget für Infrastruktur und Betrieb