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concept#Analytics#KI / ML#Daten#Observability

Anomaly Detection

Identifikation ungewöhnlicher Muster in Daten zur Früherkennung von Ausfällen, Betrug oder Sicherheitsvorfällen. Beinhaltet statistische Verfahren, regelbasierte Ansätze und maschinelles Lernen.

Anomaly Detection identifiziert ungewöhnliche Muster in Daten, um Ausfälle, Betrug oder Sicherheitsvorfälle frühzeitig zu erkennen.
Etabliert
Hoch

Klassifikation

  • Hoch
  • Technisch
  • Design
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

SIEM- oder Security-Plattform (z. B. Splunk)Monitoring- und Observability-Stack (z. B. Prometheus)ML-Plattformen / Model Serving (z. B. SageMaker)

Prinzipien & Ziele

Messbare Metriken definieren (Precision/Recall, FPR)Iteratives Vorgehen: Prototyp → Validierung → ProduktionTransparenz und Erklärbarkeit bei Alarmen fördern
Betrieb
Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Alarmmüdigkeit durch zu viele Fehlalarme
  • Datenschutz- und Compliance-Probleme bei sensiblen Daten
  • Kosten durch Rechenaufwand und Betrieb
  • Mit einfachen Regeln und Metriken beginnen
  • Alarme priorisieren und Business-Kontext berücksichtigen
  • Driftmetriken und automatisches Retraining planen

I/O & Ressourcen

  • Rohdaten (Zeitreihen, Logs, Events)
  • Feature-Engineering und Kontextattribute
  • Annotationen oder Labels für Validierung
  • Anomalie-Score pro Entität
  • Alarmmeldungen und Priorisierungen
  • Berichte und Dashboards zur Analyse

Beschreibung

Anomaly Detection identifiziert ungewöhnliche Muster in Daten, um Ausfälle, Betrug oder Sicherheitsvorfälle frühzeitig zu erkennen. Der Begriff umfasst statistische Methoden, rule-basierte Ansätze und maschinelles Lernen sowie Betrieb, Bewertung und Anpassung an Konzeptdrift. Einsatz erfordert Datenvorbereitung, Modellvalidierung und laufendes Monitoring. Erforderliche Trade-offs betreffen Sensitivität, False-Positive-Rate und Rechenkosten.

  • Frühzeitige Erkennung von Ausfällen und Sicherheitsvorfällen
  • Reduktion von Schaden und Ausfallzeiten
  • Unterstützung von Ursachenanalyse und proaktiven Maßnahmen

  • Abhängigkeit von Datenqualität und ausreichender Historie
  • Hohe False-Positive-Raten ohne sorgfältiges Tuning
  • Konzeptdrift erfordert laufende Wartung und Anpassung

  • Precision / Genauigkeit

    Anteil korrekt erkannter Anomalien unter allen Alarmen.

  • Recall / Trefferquote

    Anteil erkannter Anomalien bezogen auf alle tatsächlichen Anomalien.

  • False-Positive-Rate

    Anteil fehlerhafter Alarme gegenüber allen geprüften Fällen.

Betrugserkennung bei Kreditkartentransaktionen

Kombination aus statistischen Regeln und ML-Scoring zur Erkennung verdächtiger Transaktionen mit reduzierter False-Positive-Rate.

Früherkennung von Maschinenfehlern in der Fertigung

Sensorbasierte Anomalieerkennung reduziert ungeplante Ausfallzeiten und ermöglicht bedarfsgerechte Wartung.

Sicherheitsüberwachung von Benutzerzugriffen

Erkennung ungewöhnlicher Login-Muster und Berechtigungsänderungen zur Unterstützung von Incident Response.

1

Problemabgrenzung und Erfolgskriterien definieren

2

Dateninventar erstellen und Vorverarbeitung implementieren

3

Baseline-Methoden testen, ML-Modelle evaluieren und validieren

4

Produktionstaugliches Deployment mit Observability einrichten

5

Kontinuierliches Monitoring und Drift-Management etablieren

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Hardcodierte Thresholds ohne Dokumentation
  • Unzureichend versionierte Feature-Transformationen
  • Fehlende Tests für Drift-Detektion und Alarmszenarien
DatenqualitätLabel-VerfügbarkeitModell-Drift
  • Jede Abweichung automatisch als Fehler behandeln
  • Alarme ohne Priorisierung direkt an alle Stakeholder senden
  • Modellvalidierung nur auf historischen, nicht-repräsentativen Daten
  • Saisonale Effekte übersehen
  • Falsche Annahmen über Stationarität der Daten
  • Mangelnde Erklärbarkeit erschwert Triage
Statistik und DatenanalyseMachine-Learning-EngineeringDatenengineering und Streaming-Pipelines
Latenzanforderungen für AlarmierungDatenvolumen und SkalierbarkeitErklärbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen
  • Begrenzte Anzahl gelabelter Anomalien
  • Datenschutzanforderungen und Zugriffsrechte
  • Rechenkapazitäten für Echtzeitanalyse