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concept#Produkt#Auslieferung#Governance#Software-Engineering

Agile Delivery

Vorgehensmodell zur iterativen, kundenorientierten Auslieferung von Software und Produkten.

Agile Delivery beschreibt Prinzipien und Praktiken zur schnellen, iterativen Auslieferung von Kundennutzen.
Etabliert
Mittel

Klassifikation

  • Mittel
  • Organisatorisch
  • Organisation
  • Fortgeschritten

Technischer Kontext

CI/CD-Pipelines (z. B. Jenkins, GitHub Actions)Produktanalytik und Observability-ToolsProduktmanagement-Tools (z. B. Jira, Azure Boards)

Prinzipien & Ziele

Kundenwert vor technischen FeaturesIteratives Lernen und ExperimentierenCross-funktionale Zusammenarbeit
Iteration
Unternehmen, Domäne, Team

Use Cases & Szenarien

Kompromisse

  • Fragmentierte technische Qualität ohne Architektursteuerung
  • Überfokussierung auf Geschwindigkeit statt Nachhaltigkeit
  • Mangel an langfristiger Produktvision
  • Regelmäßige Retrospektiven zur kontinuierlichen Verbesserung
  • Automatisierung von Tests und Releases
  • Enger Dialog mit echten Nutzern

I/O & Ressourcen

  • Produktvision und strategische Ziele
  • Priorisiertes Backlog
  • Cross-funktionale Kompetenzen im Team
  • Geprüfte Produktinkremente
  • Lernpunkte und Hypothesenvalidierung
  • Angepasste Roadmap

Beschreibung

Agile Delivery beschreibt Prinzipien und Praktiken zur schnellen, iterativen Auslieferung von Kundennutzen. Es kombiniert cross-funktionale Teams, inkrementelle Planung und kontinuierliches Feedback, um Unsicherheit zu reduzieren und Wertschöpfung zu beschleunigen. Organisationen müssen Fluss, Metriken und Lernzyklen gestalten, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

  • Schnellere Validierung von Hypothesen
  • Höhere Kundenzentrierung
  • Geringeres Risiko durch kleine, frequentierte Releases

  • Benötigt kulturelle Veränderungen
  • Nicht für alle regulatorischen Anforderungen sofort geeignet
  • Skalierung erfordert zusätzliche Koordinationsmechanismen

  • Time-to-Market

    Dauer von Idee bis nutzbarem Inkrement.

  • Durchsatz (Throughput)

    Anzahl gelieferter Inkremente pro Zeiteinheit.

  • Kundenzufriedenheit (NPS/CSAT)

    Messung der wahrgenommenen Wertschöpfung durch Nutzer.

Spotify-Modell als Organisationsreferenz

Spotify nutzte autonome Squads und Chapter zur Beschleunigung von Lieferung und Lernen.

MVP-Einführung beim Finanzprodukt

Kleines Team setzte ein minimales Produkt schnell live, validierte Nachfrage und iterierte Funktionen.

Regulatorische Anpassung in Iterationen

Organisation implementierte Compliance-Anforderungen inkrementell, um Ausfallrisiken zu minimieren.

1

Bewusstsein schaffen und Produktvision definieren

2

Cross-funktionale Teams bilden und Verantwortlichkeiten klären

3

Backlog aufsetzen und MVP-Fokus bestimmen

4

Kurze Iterationszyklen einführen und messen

5

Lernzyklen institutionalieren und Prozesse anpassen

⚠️ Technische Schulden & Engpässe

  • Schnelle Patches ohne Refactoring
  • Unzureichende Testabdeckung durch kurzfristige Releases
  • Veraltete Integrationsschnittstellen
Abhängigkeiten zwischen TeamsManuelle FreigabeprozesseSkalierbare Testinfrastruktur
  • Scrum-Zeremonien durchführen, aber keine inhaltliche Anpassung
  • Nur Feature-Output optimieren, nicht Outcome
  • Autonomie geben ohne klare Verbindlichkeiten
  • Frühe Automatisierungsdefizite ignorieren
  • Stakeholder-Feedback zu spät einholen
  • Architekturentscheidungen zu spät zentralisieren
Produktdenken und PriorisierungFähigkeiten in Cross-funktionaler ZusammenarbeitKontinuierliche Integration und Delivery Kenntnisse
Schnelle ÄnderbarkeitModularität und lose KopplungBeobachtbarkeit und Feedback-Schleifen
  • Regulatorische Vorgaben können Iterationen verlangsamen
  • Begrenzte personelle Kapazitäten
  • Legacy-Architektur mit hohem Integrationsaufwand